Meine Forschung ist praxisbasiert und entwickelt sich im Zusammenhang mit meiner künstlerischen und gestalterischen Arbeit. Sie zielt nicht auf die Formulierung abgeschlossener theoretischer Modelle, sondern entfaltet sich durch Beobachtung, Herstellung, Reflexion und wiederholte Erprobung.Die folgenden Forschungsfelder, Notizen und Fallstudien bündeln zentrale Fragestellungen, thematische Linien und konzeptuelle Interessen, die meine Praxis strukturieren.
Forschungsfelder
- Mode als szenografisches System
- Bildproduktion und visuelle Autorität
- Narrative Sequenzierung und editoriale Logik
- Mode in institutionellen und ausstellungsbezogenen Kontexten
- Herstellung und Entmystifizierung
- Praxisbasierte künstlerische Forschung
Arbeitsnotizen
(verdichtet aus der Masterarbeit)
-Mode drückt Identität nicht aus, sie inszeniert sie. Das Selbst erscheint durch Demonstration, nicht durch Authentizität.
- Sichtbarkeit in der Mode ist nie neutral. Sie wird räumlich, visuell und narrativ organisiert.
- Normativität entsteht weniger durch explizite Regeln als durch wiederholte Bilder und Codes des Erscheinens.
- Immersion hebt Distanz nicht auf, sie ordnet sie neu. Partizipation kann eine kontrollierte Form der Betrachtung sein.
- Der Körper ist in der Mode nicht selbstverständlich zentral, sondern wird positioniert, verschoben oder fragmentiert.
- Mode erzeugt Bedeutung durch die Verdichtung von Bildern, Symbolen und Gesten, nicht durch Reduktion.
Leitfragen
- Wie konstruiert Mode Autorität ohne explizite Anweisung?
- Wo gewinnt Mode Legitimität und wo verliert sie Reibung?
- Was geschieht, wenn Systeme der Inszenierung bewusst verschoben werden?
- Wie lassen sich Produktionsprozesse so offenlegen, dass Abhängigkeiten erkennbar werden, ohne die ästhetische Kraft der Arbeit zu schwächen?
- Wie zirkulieren Bilder und Objekte als Systeme der Sichtbarkeit?
- Inwiefern reorganisiert architektonische Inszenierung die Rolle der Betrachtenden?